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Der Zauberwald Madeiras

Obwohl Madeira flächenmäßig kleiner ist als Hamburg, bietet die Insel unendlich viele Erlebnisse, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Im Süden der Insel ist es meist warm und trocken. Wenn man nur 20 Kilometer in den Norden Madeiras fährt wird das Klima rauer, kälter und feuchter. Kein Wunder also, dass die Insel so viele verschiedene Facetten hat.

Der Zauberwald Madeiras liegt im Nordwesten der Insel und ist Teil des großen Lorbeerwaldes. Dort stehen alte Lorbeerbäume, die schon mehrere Hundert Jahre alt sein sollen. Dort oben ist man auf einer Höhe von knappen 1400m und es ist meistens ziemlich feucht und kühler als im flachen Süden der Insel. Oft zieht hier der Nebel durch und genau dieser macht diesen Wald erst so richtig mystisch und interessant. Die Fahrt nach oben war das reinste Abenteuer. Unten am Meer regnete es wie in Strömen. Je höher ich fuhr, desto näher war ich an den Wolken. Bis ich auf einmal mitten drin war. Das Gefühl, direkt durch und über die Wolken zu fahren, war unbeschreiblich. Oben begrüßte mich dann die Sonne. Wie surreal.

Mein Ziel war der „Fanal Pond“, ein scheinbar wunderschöner See inmitten der Auenlandschaft. Auf was ich traf war Enttäuschung. Der See fasste kaum mehr Wasser und war kein Foto wert. Ich ging ein paar Meter weiter und schaute mich um. Ich konnte weit blicken, die Luft war klar und kühl. Die Wolken vor mir sahen aus wie riesige Wattebällchen. Und auf einmal passierte es: Die Wolken bewegten sich auf mich zu und schienen mich zu verschlucken. Keine zwei Minuten später stand ich dort und sah nichts mehr. Wo waren die Bäume und der See hin? Das hatte ich vorher noch nie erlebt. Ich spürte die Kälte der Wolken und meine Haare und Kleidung waren benetzt von winzig kleinen Wassertropfen.

Auf einmal sah ich zwei Gestalten vom Hügel herunter in meine Richtung stapfen. Ein Pärchen hatte dieselbe Idee und war sicherlich genauso gebannt wie ich. Sie fragten mich nach dem „Fanal Pond“ und ich erklärte ihnen den Weg und die ungünstige Situation des fehlenden Wassers.

Ich erklomm den Hügel und wanderte durch die alten Bäume. Von unten sah er niedriger aus als er tatsächlich war. Irgendwann entdeckte ich eine ganze Herde von Kühen, die in Ruhe zwischen den Wolken grasten. Oben angekommen ruhte ich mich aus und genoss den Ausblick und dieses ganz neue Gefühl von Unbeschwertheit. Ich war so lange an diesem Ort, dass ich sogar noch sah, wie die Sonne über den Wolken unterging und alles rot färbte. Mit diesem unvergesslichen Erlebnis hatte ich überhaupt nicht gerechnet.

In den vier Stunden, in denen ich die Auenlandschaft bewunderte, kamen mir nur vier Menschen entgegen. Ein besonderer Ort, den die Wenigsten kannten und erlebten. Für mich ist das DER perfekte Rückzugsort, um die Gedanken schweifen zu lassen und mystische Fotos auf dem Sensor einzufangen.

 

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